SmartScore Zertifizierung: Der Standard für smarte Gebäude erklärt

23 April 2026 – 6 Min. Lesezeit

Die SmartScore Zertifizierung von WiredScore ist der erste internationale Standard für smarte Gebäude. Sie bewertet, wie gut digitale Technologien die Anforderungen der Nutzer erfüllen – in vier Bereichen: User Experience, Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und Zukunftsfähigkeit. Je nach Reifegrad vergibt WiredScore eine der vier Stufen: Certified, Silver, Gold oder Platinum. In diesem Beitrag zeigen wir Dir, was hinter der Zertifizierung steckt, was sie kostet und wie Du mit MazeMap Workplace Platinum-Niveau erreichst.

Von David Machajewski
Consultant

Ein Mann mit kurzem, hellem Haar und blauer Jacke vor einem Haus mit weißen Wänden und grüner Tür

Was ist die SmartScore Zertifizierung?

SmartScore ist die globale Zertifizierung für smarte Gebäude – entwickelt von WiredScore, bekannt aus der gleichnamigen Zertifizierung für digitale Konnektivität. Während WiredScore ausschließlich die Netzanbindung bewertet, deckt SmartScore das große Ganze ab: alle Funktionen, Prozesse und Technologien, die ein Gebäude smart machen.

Der Standard wurde 2021 von einem Gremium aus über 90 Immobilienexperten entwickelt und hat sich seitdem international etabliert. Für Dich als Eigentümer, Projektentwickler oder Asset Manager bedeutet das: Du hast zum ersten Mal ein neutrales, vergleichbares Gütesiegel für die Digitalisierung Deines Gebäudes.

SmartScore vs. WiredScore – der Unterschied

Beide Zertifizierungen kommen vom gleichen Anbieter, bewerten aber unterschiedliche Dinge:

WiredScore SmartScore
Fokus Digitale Konnektivität Smarte Gebäudefunktionen
Bewertet u.a. Glasfaser, Redundanz, Telekommunikationsräume User Experience, IoT, Datenintegration
Zielgruppe Vermieter, die Netzqualität nachweisen wollen Eigentümer, die Smart-Building-Qualität nachweisen wollen
Stufen Certified, Silver, Gold, Platinum Certified, Silver, Gold, Platinum

Viele Gebäude kombinieren beide Zertifikate – WiredScore für die Basis, SmartScore für das Nutzererlebnis obendrauf.

Die vier Bewertungsdimensionen von SmartScore

SmartScore prüft Dein Gebäude entlang von vier Hauptachsen. Jede Achse wird mit einer standardisierten Scorecard bewertet.

  1. User Experience: Wie gut unterstützt die Digitalisierung die Menschen im Gebäude? Bewertet werden personalisierte Services, flexible Arbeitskonzepte und alles, was den Alltag der Nutzer erleichtert – von der Zugangskontrolle bis zur Raumbuchung.

  2. Nachhaltigkeit: Wie trägt die Digitalisierung zum nachhaltigen Betrieb bei? Hier geht es um Energieeffizienz, CO₂-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus und die Frage, ob Technik hilft, das Gebäude ressourcenschonender zu betreiben.

  3. Kosteneffizienz: Wie senkt die Digitalisierung Betriebskosten, ohne das Nutzererlebnis zu verschlechtern? Dazu zählen Flächen-Right-Sizing, Lastverschiebung bei Technik und datenbasierte Steuerung von Heizung, Lüftung und Kühlung.

  4. Zukunftsfähigkeit: Ist Dein Gebäude auf neue Anforderungen vorbereitet? Bewertet wird unter anderem, ob Du neue Sensoren integrieren, Daten exportieren und die Plattform für zukünftige Use Cases öffnen kannst.

Die vier Zertifizierungsstufen

SmartScore vergibt vier Stufen. Die Einstufung ergibt sich aus der Punktzahl auf der Scorecard:

Stufe Was sie bedeutet
Certified Grundanforderungen erfüllt. Das Gebäude gilt als smart.
Silver Solide Smart-Building-Ausstattung über den Standard hinaus.
Gold Hohe Smart-Building-Reife. Nutzererlebnis und Effizienz deutlich über Marktdurchschnitt.
Platinum Höchste Stufe. Das Gebäude gehört zu den weltweit smartesten Objekten seiner Kategorie.

Die Stufe ergibt sich aus der Summe der Punkte auf der Scorecard – je mehr Use Cases implementiert und technisch sauber umgesetzt sind, desto höher die Einstufung.

Zwei Laptops mit Dashboards, einer zeigt einen Grundriss mit Heatmap, der andere Datenvisualisierungen und Analysen.

Was bringt Dir eine SmartScore Zertifizierung?

Die Zertifizierung ist kein Selbstzweck. Sie liefert Dir drei konkrete Vorteile:

Höhere Vermietbarkeit. SmartScore-zertifizierte Gebäude signalisieren Mietern, dass die digitale Infrastruktur geprüft und dokumentiert ist. Das verkürzt Mietverhandlungen und reduziert Due-Diligence-Aufwand.

Höhere Mieten und bessere Bewertung. Zertifizierte Gebäude erzielen in der Regel höhere Nettomieten. Beim Verkauf schlägt sich das im Multiplikator nieder.

Transparenz für Investoren. Das Zertifikat ist ein neutraler Nachweis über die Zukunftsfähigkeit Deiner Immobilie – relevant für langfristige Investment-Entscheidungen und ESG-Reporting.

Was bedeutet SmartScore für Dich als CREM?

Wenn Du als Corporate Real Estate Manager Flächen anmietest, hilft Dir SmartScore bei zwei Fragen:

Welche Gebäude passen zu Deinem Workplace-Konzept? Ein SmartScore-zertifiziertes Gebäude bringt die technische Grundlage für moderne Hybrid-Work-Modelle mit – offene APIs, saubere Datenpunkte, durchgängige Sensorik. Das heißt: Deine Workplace-Plattform läuft plug-and-play, Du musst keine fehlende Infrastruktur nachrüsten.

Wie argumentierst Du intern? SmartScore gibt Dir ein neutrales Gütesiegel an die Hand, mit dem Du gegenüber Vorstand und Finanzabteilung belegen kannst, dass die Flächenentscheidung fundiert ist – über Miete und Lage hinaus.

Screenshots einer Buchungssoftware für Besprechungsräume, einer Karte eines Meetingraums auf einem Tablet, und einer digitalen Übersicht der Belegung eines Raumes, alle in deutscher Sprache.

Wie hilft MazeMap Workplace auf dem Weg zu SmartScore?

Für die Zertifizierung musst Du einen Digitalisierungsplan einreichen: Welche Use Cases setzt Du um, und mit welchen Technologien? Hier kommt MazeMap Workplace ins Spiel. Unsere Plattform deckt die relevanten Use Cases in allen vier SmartScore-Dimensionen ab.

User Experience Raum- und Arbeitsplatzbuchung
Mit MazeMap Workplace buchen Nutzer Schreibtische, Räume, Parkplätze und Locker aus einer App. Die Outlook- und Microsoft-365-Integration hält Meeting-Räume über alle Systeme synchron. Digital Signage an Räumen zeigt Belegungsstatus in Echtzeit. Rollen- und Rechtekonzepte ermöglichen individuelle Buchungsregeln – etwa exklusive Räume für bestimmte Teams.

Nachhaltigkeit Energie- und Emissionstransparenz
Über BACnet- oder Cloud-zu-Cloud-Integration bindet MazeMap Workplace Deine bestehende Gebäudetechnik ein. Im zentralen Data Lake laufen Verbrauchsdaten, Belegungsdaten und BIM-Referenzen zusammen. Das Energie- und Nachhaltigkeitsdashboard zeigt Dir Verbräuche pro Etage, Raum oder Nutzungstyp – und hilft, Lüftung, Heizung und Kühlung auf die tatsächliche Belegung anzupassen.

Kosteneffizienz Flächenauslastungsanalyse
Die Workplace-Analytics-Dashboards zeigen Dir, wie stark einzelne Flächen genutzt werden – auf Basis von Buchungs- und Sensordaten. Du kannst nach Gebäude, Abteilung oder Flächentyp filtern, Desk-Sharing-Quoten validieren und Right-Sizing-Entscheidungen mit Zahlen untermauern.

Zukunftsfähigkeit Störungsdiagnose und offene Plattform MazeMap Workplace
überwacht Betriebszustände Deiner GLT, IoT-Sensoren und Anlagen. Fehler und Alarme werden zentral sichtbar, Wartungsaufträge lassen sich direkt anstoßen. Über die offene API kannst Du Rohdaten und KPIs für eigene Auswertungen oder andere Systeme weiterverarbeiten.

Wenn Du Platinum anstrebst, lässt sich ein Großteil der geforderten Use Cases direkt mit MazeMap Workplace umsetzen. Wir helfen Dir, den passenden Funktionsumfang für Dein Zertifizierungsziel zusammenzustellen.

Datenübersicht auf einem Dashboard mit KPIs für Energieverbrauch, Energieimpact sowie Diagrammen für Chiller-Lastverschiebung und -Leistung

Was kostet eine SmartScore Zertifizierung?

Die Gebühren hängen von der Größe, Art und Struktur des Gebäudes ab sowie davon, ob es sich um einen Neubau oder ein Bestandsobjekt handelt. WiredScore erstellt auf Anfrage individuelle Angebote – Grundlage sind meist die Nutzfläche (BGF oder gif) bei Büro- und Logistikobjekten oder die Anzahl der Wohneinheiten bei Wohnimmobilien. Für eine belastbare Kalkulation wendest Du Dich direkt an WiredScore Germany oder an einen Accredited Professional.

So gehst Du die Zertifizierung an

  1. Ziel festlegen. Welche Stufe willst Du erreichen – Certified, Silver, Gold oder Platinum?

  2. Accredited Professional einbinden. AP-zertifizierte Berater begleiten den Prozess und übersetzen die Scorecard in konkrete Anforderungen.

  3. Use Cases auswählen. Entscheide, welche Funktionen im Gebäude umgesetzt werden – von Raumbuchung bis Energie-Monitoring.

  4. Technologiepartner wählen. Eine Plattform wie MazeMap Workplace deckt den Großteil der SmartScore-Use-Cases ab. Das vereinfacht Integration und Nachweisführung.

  5. Bewertung und Zertifikat. WiredScore prüft die Umsetzung anhand der Scorecard und vergibt die Zertifizierungsstufe.

Fazit

Die SmartScore Zertifizierung ist mehr als ein Papier – sie ist ein strukturierter Weg, die Digitalisierung Deines Gebäudes systematisch anzugehen und nachzuweisen. Für Eigentümer steigert sie Vermietbarkeit, Mietniveau und Investmentwert. Für Mieter und CREMs ist sie ein Gütesiegel, das Plug-and-play mit moderner Workplace-Technologie verspricht.

Mit MazeMap Workplace deckst Du die zentralen Use Cases aller vier SmartScore-Dimensionen aus einer Plattform ab – und legst damit die technische Basis für Gold- oder Platinum-Niveau.

Häufig gestellte Fragen

  • SmartScore ist die erste internationale Zertifizierung für smarte Gebäude, entwickelt von WiredScore. Sie bewertet, wie gut digitale Technologien die Anforderungen der Nutzer in vier Bereichen erfüllen: User Experience, Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und Zukunftsfähigkeit.

  • WiredScore bewertet die digitale Konnektivität eines Gebäudes – also Internetanbindung, Glasfaser und Redundanzen. SmartScore bewertet das gesamte Smart-Building-Erlebnis, inklusive Nutzerfunktionen, IoT-Integration und Datenplattform. Beide Zertifizierungen ergänzen sich.

  • SmartScore kennt vier Stufen: Certified, Silver, Gold und Platinum. Die Stufe ergibt sich aus der Punktzahl auf der Scorecard.

  • Platinum ist die höchste SmartScore-Stufe. Sie wird an Gebäude vergeben, die in allen vier Bewertungsdimensionen herausragende Werte erreichen. Mit MazeMap Workplace lassen sich die meisten dafür erforderlichen Use Cases abdecken.

  • Die Kosten hängen von Größe, Art und Nutzung des Gebäudes ab. WiredScore erstellt auf Anfrage individuelle Angebote – maßgeblich sind meist Nutzfläche und Anzahl der Einheiten.

  • Ja. SmartScore kann sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude vergeben werden. Bei Bestandsgebäuden wird geprüft, welche Smart-Building-Funktionen bereits vorhanden sind und welche nachgerüstet werden müssen.

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